Socialist Nature - Landesgalerie Linz


Ausstellung von Diango Hernández in der Landesgalerie Linz.

 

Gerhard Obermüller (rubicom) initiierte und begleitete als Kurator ein besonderes Ausstellungsprojekt in der Landesgalerie Linz (Juli – September 2014), in der das Thema des kalten Krieges aus ungewöhnlicher Perspektive aufgegriffen wurde. Für den kubanisch-deutschen Künstler Diango Hernández ist die bipolare Weltordnung des Kalten Krieges nicht Vergangenheit. Der 1989 scheinbar zu Ende gegangene Epochenkonflikt inspiriert den Künstler weiterhin zu seinem Werk. „Socialist Nature“ nennt Hernández seine „Hommage an Eugene von Gundlach“. Wer ist dieser renommierte Fotograf, der auf Reisen durch die ehemals sozialistischen Länder den Beweis führen wollte, dass nicht nur der Mensch, sondern auch Flora und Fauna durch die Kraft der sozialistischen Utopie erfasst und verändert worden sind? Als artist-in-residence im Linzer Salzamt greift Hernández auch das Bild des Eisernen Vorhangs auf und dehnt die Feldforschungen seines Protagonisten Eugene von Gundlach auf das ehemalige Niemandsland zwischen Oberösterreich und Tschechien aus.

Utopie und Realität oszillieren fast ununterscheidbar in einem Parcours der Täuschungen. Hernández greift zu dokumentarischer Akribie, um uns mit vermeintlicher Authentizität in die Irre zu führen, unser kritisches Denkvermögen herauszufordern und lädt uns ein, mit ihm auf Entdeckung zu gehen.

 

Zur Ausstellung ist auch eine Publikation im renommierten Kunstverlag DISTANZ in Berlin erschienen:
Diango Hernández - Socialist Nature

 

Weitere Informationen auf der Homepage von Diango Hernández.




Für die Landesgalerie Linz war die Arbeit mit Diango Hernandez eine bereichernde Erfahrung, zumal der Künstler durch seinen Aufenthalt im Linzer Atelierhaus Salzamt sein Projekt auch vor Ort entwickelt hat. Durch den speziellen „kubanischen Blickwinkel“ Hernandez‘ konnten wir mit der Ausstellung „Socialist Nature“ einen unkonventionellen Beitrag zum Jahresthema „25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ leisten. Die Zusammenarbeit mit Gerhard Obermüller, der die Ausstellung aufgrund seines langjährigen Kontakts mit dem Künstler angeregt und schließlich kuratiert hat, funktionierte hervorragend. Als Kenner des Werks von Diango Hernandez hat er die Publikation zur Ausstellung mit einem erkenntnisreichen Interview mit dem Künstler und einem Essay bereichert. Der Katalog enthält darüber hinaus eine umfangreiche fotografische Dokumentation der Ausstellung, die die ästhetisch-sinnliche Qualität der präsentierten Arbeiten und ihre Wirkung im Raum anschaulich vermittelt.

Mag.a Gabriele Spindler, Leiterin Landesgalerie Linz

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